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Die Ziegen

Früher waren Milchkühe und Mastrinder in unseren Ställen zuhause, seit 2012 leben nun unsere ca. 200 Bunte Deutsche-Edelziegen und Thüringer Waldziegen mit ihren Zicklein und den Ziegenböcken hier. Unsere leckere Ziegenmilch wird von der Biokäserei Wohlfahrt in Frisch und Hartkäse verarbeitet. Damit unsere Ziegen hochwertige Milch geben können fressen sie ausschließlich hofeigenes Futter: Heu, Klee-Gras, Luzerne und Getreide bilden die Basis ihrer Ernährung. Die Sommermonate verbringt die Herde tagsüber auf der Weide, nur wenn es regnet sind sie im Stall, denn Nässe mögen Ziegen nicht! 

 

Im Winter melken wir unsere Ziegen nicht. Ab November brauchen sie ihre Ruhe. Ihre Milch lässt in den kalten Monaten naturgemäß nach und sie bereiten sich drauf vor im Frühjahr ihre Zicklein zur Welt zu bringen. Die Ziegenböcke kommen im Herbst zum decken in die Herde. Im Januar geht es im Stall dann hoch her. Stündlich werden Zicklein geboren! Wir haben allerhand zu tun um sie gut in die Welt zu bringen und uns um die neuen Mütter zu kümmern. Meistens bekommen unsere Ziegen Zwillinge, manchmal sogar Drillinge.

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Seit 2018 ziehen wir unsere Zicklein muttergebunden auf. In der Regel werden Milchzicklein nicht mit ihren Müttern großgezogen, sondern mit Kuhmilch oder Milch-Austauscher, sprich Pulvermilch, gefüttert. Oft werden die Zicklein auch schon in den ersten Lebenswochen auf Mastbetriebe geschickt, wo sie mit vielen fremden Zicklein gemästet werden und prophylaktisch Antibiotika bekommen. Unsere Zicklein bleiben mindestens sechs Wochen bei ihren Müttern, trinken so viel sie wollen und lernen von der Herde. Solch eine Aufzucht braucht viel Zeit und Geduld und kostet auch mehr als die konventionelle Aufzucht ohne Muttermilch. Wir haben uns aber bewusst dafür entschieden, das zu tun, was für die Tiere das Beste ist. Damit so eine wesensgemäße Aufzucht wirtschaftlich vertretbar ist müssen wir neue Vermarktungswege für das wertvolle Fleisch aufbauen, die nicht von Großhändlern oder Konzernen abhängig sind. Wir setzen auf eine Direktvermarktung, die Köche, Verbraucher und Erzeuger immer näher zusammenarbeiten lässt.

Die Rinder

Außer den Ziegen lebt noch eine kleine bunte Mutterkuh-Herde von ca. 15 Tieren auf unserem Hof. Sie verbringen ihre Sommer mit den Kälbern auf der Weide und die Winter im warmen Stall auf Stroh. Unsere Rinder gehören zum Hoforganismus: Sie liefern wertvollen Mist für unsere Äcker, fressen das Futter, dass die Ziegen nicht fressen (Ziegen sind sehr selektiv!) und sind gutmütige, ruhige Tiere. Aktuell besteht unsere Herde aus Charolais-Limousin, Fleckvieh und Wagyu-Mutterkühen und Wagyu-Stieren. Unsere Kühe tragen noch nicht alle Hörner: Manche von ihnen sind genetisch hornlos und kommen also ohne Hörner auf die Welt. Wir enthornen unsere Kühe nie! Durch die Einkreuzung der Wagyu-Genetik, in Japan als "Kobe-Rind" bekannt, bekommt das zarte, geschmackvolle Fleisch der Tiere einen einzigartig hohen Fettanteil von bis zu 40%.

Die Bienen

Im alten Bienenhause im Garten stehen unsere Völker und fliegen in einem Radius von ca. 3 km über Hecken, Wald, Felder, Streuobst und Blühwiesen. Obwohl wir Honig ernten achten wir drauf dass den Bienen genug Honig als Winterfutter im Bienenstock bleibt. 

Die Hühner

Auch eine kleine Herde Hühner wohnt bei uns auf dem Hof: Zwerghennen, Araukaner, ein freches Vorwerkhuhn sowie rote und weiße Deutsche Reichshühner legen Eier für den Haushalt und verbringen ihre Zeit im (Hühner)-Garten. 

Mäh statt Muh!